Die Schweiz ist eine der konstantesten Nationen in den letzten WM-Turnieren. Unter Trainer Murat Yakin hat das Team eine beeindruckende Struktur entwickelt, die auf einem breiten, qualitativ hochwertigen Kader basiert. Das Ziel ist klar: die Gruppenphase souverän überstehen und in der K.o.-Runde weit kommen.
Die Torhüter der Schweiz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026
Trainer Murat Yakin nominierte drei Keeper für die Nati: Gregor Kobel, Yvon Mvogo und Marvin Keller. Die Schweiz zählt zu den konstantesten Turniernationen Europas und hat bei den letzten vier Weltmeisterschaften stets die Gruppenphase überstanden. Kobel, Mvogo und Keller stehen für drei Generationen – vom 23-jährigen Nachwuchstalent bis zum erfahrenen Bundesliga-Stammkeeper.
Kobel, 28 Jahre alt und in Zürich geboren, ist seit 2021 Stammkeeper bei Borussia Dortmund und hat sich dort in 199 Bundesligaspielen als einer der konstantesten Keeper der Liga etabliert. Sein Weg führte ihn über die Jugend des Grasshopper Club Zürich zur TSG Hoffenheim, wo er nach einer Leihe zum VfB Stuttgart 2021 für 15 Millionen Euro nach Dortmund wechselte. In der Saison 2025/26 stand er in 34 Bundesligaspielen, parierte 92 Schüsse und führte den BVB zurück in die Champions League. Sein Vater Peter Kobel war Eishockeyspieler – Torhüter liegt in der Familie.
Auf internationaler Bühne ist Kobel seit einigen Jahren Yakins klare Nummer eins. Er war bei der WM 2022 in Katar dabei, als die Schweiz im Achtelfinale gegen Portugal ausschied, und führte die Nati durch die gesamte Qualifikation. Mit aktivem Aufbauspiel, explosiven Reflexen und einer Ruhe, die sich auf die gesamte Abwehr überträgt, ist er einer der unterschätztesten Keeper des gesamten Turniers.
Gregor Kobel Torwarthandschuhe
Gregor Kobel Fußballschuhe
Mvogo, 31 Jahre alt, ist in Yaoundé, Kamerun, geboren und in der Schweiz aufgewachsen – sein komplettes Karrierefundament legte er bei den Young Boys, wo er von der U15 bis zu 154 Erstligaspielen alles durchlief. Nach fünf Jahren bei RB Leipzig, wo er hinter Peter Gulacsi kaum Einsätze sammelte, folgten zwei Leihjahre bei PSV Eindhoven in der Eredivisie – in der Saison 2020/21 stand er dort in 33 Ligaspielen. Seit 2022 ist er bei Lorient, mit dem er 2024/25 nach dem Abstieg in die Ligue 2 musste, dann aber direkt zurückkehrte. In dieser Saison kommt er auf 29 Ligue-1-Einsätze.
Mit 12 Länderspielen seit 2018 ist er auf internationalem Niveau erfahren genug für die Backup-Rolle und bringt Champions-League- sowie Europa-League-Erfahrung mit. Mvogo ist Yakins verlässlicher zweiter Keeper – keine Überraschung, aber eine bewusste Wahl.
Yvon Mvogo Torwarthandschuhe
Keller, 23 Jahre alt und in London geboren – sein Vater kaufte ihm als Kind Torwarthandschuhe als Scherz, daraus wurde eine Karriere – ist der einzige Keeper im Kader, der noch für einen Schweizer Verein spielt. Nach zwölf Jahren in der Grasshopper-Akademie und zwei Stationen bei FC Wil wechselte er 2023 zu den Young Boys, wo er sich in dieser Saison als Stammkeeper festigte: 37 Super-League-Einsätze, dazu Europa-League-Auftritte gegen Gegner wie VfB Stuttgart und Olympique Lyon. Er ist der einzige Schweizer im Kader aus dem heimischen Ligabetrieb – eine Ausnahme, die Yakin bewusst in Kauf nahm, weil Keller die Qualität dafür mitbringt.
Für Keller ist die WM der nächste logische Schritt einer Entwicklung, die noch nicht abgeschlossen ist – er dürfte als dritter Keeper die Großbühne zum ersten Mal erleben.