Montag 07. November 2011

Personalien Deutschland: Schäfers verpatztes Comeback

1. FC Nürnberg: In die zweite Spielhälfte bei der 1:2-Heimniederlage gegen den SC Freiburg startete der Bundesligist erneut ohne seinen Kapitän und Stammtorhüter Raphael Schäfer (Bild oben). Schäfer, der beim Treffer der Breisgauer zum zwischenzeitlichen 0:1 gravierend patzte, musste in seinem ersten Spiel nach zweimonatiger Verletzungspause mit Adduktorenbeschwerden in der Kabine bleiben, soll aber nicht wieder länger ausfallen. Für ihn kam Alexander Stephan ins Spiel.

Borussia Mönchengladbach: Torhüter Marc-André ter Stegen (Foto Zwei) musste für die EM-Qualifikationsspiele der deutschen U21-Nationalmannschaft in Griechenland und auf Zypern wegen Zahnproblemen absagen.

FC Augsburg: Torwart Simon Jentzsch wird dem Bundesligaaufsteiger wochenlang fehlen. Der 35 Jahre alte Routinier unterzog sich einer Operation am rechten Ringfinger und steht deshalb auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung; Jentzsch, der trotz Fingerbruch noch zwei Bundesligamatches mit einem Spezialhandschuh bestritt, wurden drei Schrauben eingesetzt, die Knochen hatten sich verschoben.

VfB Stuttgart II: Jonas Wieszt (Pic Drei) ersetzte bei der 0:1-Drittligaheimniederlage gegen Tabellenführer SV Sandhausen den am Finger verletzten Stammkeeper André Weis.

SC Idar-Oberstein: Der Hüne mit der markanten Mähne ist der große Hoffnungsträger des West-Regionalligisten: Jean-Francois Kornetzky (Bild unten), genannt "Jeff", soll mit der Erfahrung von neun Bundesligaspielen und acht Zweitligapartien das Torwartproblem der Schmuckstädter lösen. Das Debüt bei Mönchengladbach II (0:4) allerdings ging für den 1,96-Meter-Mann gründlich daneben. Kornetzky, der den wegen diverser Patzer in die Kritik geratenen Georg Borschnek als Nummer Eins abgelöst hat, knüpfte an die Fehler seines Vorgängers an. Gleich das erste Gegentor ging auf die Kappe des Franzosen. Matthew Leckie hielt aus 18 Metern in zentraler Position drauf, der Ball kam direkt auf den Torwart, doch Kornetzky konnte ihn nicht festhalten. Elias Kachunga staubte zur Gladbacher Führung ab (19. Minute). "Der Ball hat voll geflattert. Ich weiß nicht, ob das ein Torwartfehler war", sagte Kornetzky später über die Szene. Auch Trainer Sascha Hildmann räumte ein, dass der Ball stark flatterte - fand aber dennoch: "Den muss er entweder festhalten oder zur Seite abwehren." In einem allerdings ist Kornetzky uneingeschränkt zuzustimmen: Er machte nur einen Fehler in einer ganzen Kette. "Leckie darf nicht so frei zum Schuss kommen. Und nach dem Abpraller stehen zwei Gladbacher vor dem Tor, aber keiner von uns", stellte der 29-Jährige völlig zu Recht fest. Das freilich ändert nichts daran, dass er selbst auch noch Steigerungsbedarf hat, wenn er für den SC Idar-Oberstein zu einer Verstärkung werden will. Kornetzky ist sich dessen bewusst. "Ich habe im Mai mein letztes Spiel gemacht, da muss ich erst mal wieder reinfinden", sagt der Ex-Profi des Karlsruher SC, der zuletzt beim Drittligisten SV Sandhausen unter Vertrag stand. "Ich habe sicher noch nicht meine Topform. Aber ich bin auch kein Zauberer, der von heute auf morgen alleine alles zum Besseren wendet."

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