Dienstag 30. Juni 2009

PUMA-KEEPERsport-Edition "v.09 Pro NC" im Test

Von Roland Niedballa aus Butzbach (Deutschland)



Design:

Wie der Vorgänger wurde der Handschuh mit einem edlen Design versehen. Auf der Oberhand prangt der goldene "PUMA" auf einem weißen Hintergund.

Oberhand:

Die Oberhand besteht aus geprägtem Latex. Sie gibt dem Handschuh eine gute Stabilität und dämpft sehr gut beim Boxen. Zur besseren Bewegungsfreiheit hat sie kleine Aussparungen des Latex, um diese mit Mesh zu ersetzen. So wird die größtmögliche Bewegungsfreiheit garantiert.

Bandage

Beim "v.09 Pro NC" kommt eine relativ neue Art von Verschlussmanschetten zum Einsatz, ein bi-direktionaler Verschluss. Dieser verleiht einen stabilen Sitz und verhindert das Umknicken des Handgelenkes bei einer Abwehr das Balles; meiner Meinung nach mehr, als die gewöhnliche, umlaufende Bandage. Diese Entwicklung hat mich völlig überzegt und ich werde jetzt öfters zu Handschuhen mit dieser Verschlussart greifen.

Schnitt und Passform:

Der Schnitt des "PUMA v.09 Pro NC" ist der beliebte Innennaht-Schnitt. Die Nähte werden - wie der Name schon sagt - innen vernäht. So ist der Handschuh an den Fingern enger. Dadurch hat man ein deutlich besseres Ballgefühl als beim gewöhnlichen Außennaht-Schnitt. Nicht umsonst schwören fast alle deutschen Bundesligakeeper auf den Innennaht-Schnitt. Adler, Neuer, Enke und Wiese, um nur ein paar zu nennen.
Auch in dem Fall meines Testmodelles ist der Handschuh eng geschnitten (aber nicht zu eng). Weder haben die Finger noch die Handflächen großen Spielraum im Handschuh. Die Passform ist kurz und knapp klasse. Im Gegensatz zu seinem "Kollegen" aus dem eigenem Haus - dem "PUMA King", ist auch der Daumen innen genäht. Ob das "gut" oder "schlecht" ist, ist Geschmackssache. Dort sollte jeder selbst entscheiden, welche Schnittvariante ihm mehr zusagt..

Belag:

Kommen wir nun zum Prunkstück eines jeden Handschuhs, dem Haftschaum!
Bei dem "v.09 Pro NC" kommt ein vier Millimeter dicker "Ultimate Grip" zum Einsatz. Gepaart mit dem dazukommendem Dämpfungsmaterial ist die Aufpralldämpfung demenstprechend hoch.
Der Grip ist bei Trockenheit sehr gut. Ein wenig befeuchtet und die Bälle haften sehr gut am Ball. Hier ist er neben dem "Absolutgrip" aus dem Hause "uhlsport" und dem "Kontaktschaum" von NIKE sicher einer der Besten auf dem Markt.
Auch bei Nässe braucht sich der Haftschaum nicht zu "verstecken". Zwar ist der Grip nicht so hoch wie bei Trockenheit, doch liegt er in dieser Hinsicht nur knapp hinter dem "Absolutgrip". Bei völliger Nässe würde ich aber doch zu einem "Aqua-Handschuh" raten. Meine Empfehlung diesbezüglich: Die "uhlsport Fangmaschine Auqasoft Pro FM"
Da der Haftscham, um "besonders ausgezeichnete Griffigkeit bei allen Bedingungen zu bieten", besonders weich ist, führt dies unweigerlich zu Abrieb. Doch dieser ist ist beim "Ultimate Grip" relativ gering. Etwa ein wenig mehr als z B. bei seinem "Bruder", dem "Speed-Response-Belag", doch keinesfalls zu groß.
Nur an den Fingerspitzen, wie es bei allen Innennaht-Handschuhen eigentlich üblich ist , ist nach sieben Spiel- und Trainingseinheiten Abrieb zu erkennnen.
Da es bei Handschuhen, die innen vernäht sind, manchmal vorkommt, dass die Finger sich beim Fangen verdrehen, wurde mit Haftschaumschichteln die Möglichkeit des Durchrutschen des Balles vermindert.

Verarbeitung:

Die Verarbeitung ist bei meinem Testmodell wirklick "1A". Keine störenden Fäden, lockeren Nähte oder schlecht zugeschnittenen Teile stören den insgesamt sehr guten Tragekomfort.



Auswertung:

Alles in allem kann ich eine klare Kaufempfehlung für diesen Handschuh aussprechen. Die Verarbeitung ist klasse, die bidirektionale Bandage eine nette Erneuerung und der Haftschaum ist spitze.
Er ist wohl mit dem "uhlsport Cerberus KEEPERsport Edition NC" das aktuell beste Innennaht-Modell auf dem Markt.
Kaufen! ;-)

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