Montag 25. Feber 2008

Von der Zweitliga-Bank ins Halbfinale des Afrika-Cups...

Normalerweise ist Stephan Loboué (26) Ersatzkeeper des Aufstiegs-Anwärters SpVgg Greuther Fürth in der zweiten Fußball-Bundesliga. Der gebürtige Pforzheimer ist aber auch Nationaltorhüter des afrikanischen Top-Teams Elfenbeinküste, in dessen Kader er beim jüngst mit dem erneuten Sieg von Ägypten zuendegegangenen Turniers in Ghana stand. Bei der 1:4-Halbfinalniederlage von Didier Drogba und Co. verletzte sich der Stammkeeper der Ivorer, Boubacar Barry, und Loboué kam so zu einem Einsatz im Halbfinale.

 

 

U. a. über die Eindrücke in Afrika und beim Cup selbst sprach Stephan mit Christoph Nowak vom KEEPERsport-Team!

 

 

KEEPERsport: “Hallo Stephan! Du bist nun seit zwei Wochen wieder in der Heimat. Wie geht es Dir und wie sind Deine Eindrücke vom Afrika-Cup?“

 

Stephan Loboué: „Das ganze war natürlich eine super Erfahrung, in menschlicher wie sportlicher Hinsicht, auch wenn sich das ganze am Schluss ziemlich in die Länge zog und der Wunsch, `mal wieder im eigenen Bett zu schlafen, von Tag zu Tag größer wurde. Überrascht war ich auch von der guten Organisation in Ghana, von der Unterbringung im Hotel bis hin zu den gepflegten Trainingsplätzen; allerdings ist eine Umstellung auf Temparaturen im Schnitt von 33 ° C natürlich nicht gerade so einfach... Mein Einsatz im Halbfinale war natürlich eine super Sache und ein absolutes Karrierehighlight, auch wenn wir leider ausgeschieden sind und ich durch die Verletzung meines Kollegen ins Tor gekommen bin; ich bin auch sehr stolz darauf, weil so etwas wirklich nur wenigen Leuten im Leben vorbehalten ist. Des weiteren bin ich auch überzeugt davon, dass Südafrika 2010 – natürlich auch mit der Unterstützung der erfahrenen „FIFA“-Organisatoren – eine tolle Weltmeisterschaft erleben wird!“

 

 KEEPERsport: „Warum warst Du dann eigentlich beim Spiel um Platz drei nicht mehr im Kasten?“

 

Stephan Loboué: „Eigentlich war schon abgesprochen, dass ich im Falle unseres Ausscheidens im Halbfinale dieses Spiel bestreiten werde, aber durch meinen Einsatz im Halbfinale wollte der Trainer unserem dritten Mann, der sich während der ganzen langen Turnierwochen absolut loyal und mannschaftsdienlich verhalten hat, auch eine Einsatzmöglichkeit verschaffen; dies ist zwar jetzt etwas schade für mich gewesen, aber natürlich auch absolut nachvollziehbar!“

 

KEEPERsport: „Wie kam es eigentlich genau dazu, dass dich die Elfenbeinküste als Torhüter akquiriert hat?“

 

Stephan Loboué: „Mein Vater ist Ivorer, und vor dem Afrika-Cup 2006 wurde ich von einem afrikanischen Berater kontaktiert. Dann erhielt ich eine erste Einladung zu einem Trainingslager mit Medizincheck in Paris, wo ich wohl einen positiven Eindruck hinterlassen habe; es folgte die Nominierung für ein Testspiel gegen Spanien, wo ich dann auch zum ersten Mal im Kader stand. Auch bei der WM 2006 in Deutschland stand ich auf Abruf bereit.“

 

KEEPERsport: „Leider bist Du in Fürth, wo du bereits zum zweiten Mal unter Vertrag stehst, derzeit hinter dem „Champions-League“-erfahrenen Sascha Kirschstein (27/früher u. a. Hamburger SV) nur die "Nummer Zwei". Wie siehst du deine sportliche Situation und Zukunft?“

 

Stephan Loboué: „Ich bin von der Entscheidung, gerade unter dem Gesichtspunkt, dass ich eine hervorragende letzte Saison gespielt hatte und dabei auch den slowenischen Nationalkeeper Borut Mavric verdrängte, zugegebenermaßen schon enttäuscht. Aber ich bin Profi, gebe immer „Vollgas“ und versuche alles, meinen Platz auf sportlichem Wege wieder zurückzuerobern! Mein Vertrag in Fürth läuft noch bis 2009, aber vielleicht erfordert es die Situation, sich jetzt am Saisonende grundsätzlich `mal Gedanken zu machen!?!“

 

KEEPERsport: „Wie gefällt dir eigentlich Franken und Dein Wohnort Nürnberg von der Lebensqualität her?“

 

Stephan Loboué: „Hier in Franken ist wirklich alles top, was auch ein ganz wichtiger Grund für meine Rückkehr aus Paderborn gewesen ist, denn damals hatte ich auch ein Angebot von Arminia Bielefeld. In meiner Heimat Pforzheim bin ich in knapp zwei Autostunden, zudem habe ich hier viele Freunde gewonnen!“

 

KEEPERsport: „Du bist seit langen Jahren Vertragspartner der deutschen Torwarthandschuh-Traditionsfirma "uhlsport". Was für Spezifikationen haben Deine Torwarthandschuhe, wieviele Paare verbrauchst du ungefähr pro Saison und wie wichtig ist für dich die Ausrüstung als Torhüter?“

 

Stephan Loboué: „Ich spiele sehr, sehr gerne mit dem „Aquasoft“-Belag von „uhlsport“; meine Handschuhe haben Normalnaht (Größe 11) und sind aktuell im blauen „Chimera“-Design gehalten, welches mir auch gut gefällt; die Betreuung von „uhlsport“ ist absolut top! Pro Saison bestelle ich mir mindestens 50 bis 60 Paar, da ich meine Handschuhe auch gerne an Freunde und Fans verschenke!“

 

KEEPERsport: „Wie findest Du eigentlich die Idee von KEEPERsport, sich im Ausrüstungsbereich vor allem auf die Position des Torhüters zu konzentrieren, von allen wichtigen Firmen in diesem Bereich die besten Produkte anzubieten und auch eine eigene preiswerte wie zweckmäßige Textilkollektion speziell für die Bedürfnisse des Torhüters abgestimmt zu offerieren?“

 

Stephan Loboué: „Ich finde es eine sehr interessante und tolle Geschichte, dass es nun auch in Deutschland eine Firma gibt, die sich ganz speziell auf Torwartausrüstung konzentriert, Top-Marken anbietet und bei ihren Eigenproduktionen die eigenen Erfahrungen und das Know-How ihrer Mitarbeiter nutzt! Den neuen Shop in Unterhaching werde ich bei Gelegenheit gerne einmal besuchen, keine Frage!“

 

KEEPERsport: „Vielen Dank für dieses nette sowie sehr informative Gespräch und alles Gute weiterhin, Stephan!“

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