Montag 21. Feber 2011

Thomas Kessler: "Im Derby nicht zu spielen, war bitter"

Bei der 0:2-Bundesliga-Auswärtsniederlage in Dortmund war Torhüter Thomas Kessler (Foto) der mit Abstand beste St.-Pauli-Akteur, verhinderte ein BVB-Schützenfest. Beim "historischen" 1:0-Sieg unter der Woche gegen den HSV hatte er zuschauen müssen. Jetzt spricht er erstmals über die "Derby-Degradierung" und die "Dortmund-Schlappe".

KEEPERsport: Wie erklären Sie sich die desolate Leistung beim Spitzenreiter?
Thomas Kessler: In Dortmund kann man verlieren, aber nicht so. Wir haben als Mannschaft versagt. Wir konnten den Schwung aus dem Derby leider nicht mitnehmen.

KEEPERsport: "Beim "historischen" Derby-Sieg stand plötzlich Benedikt Pliquett im Tor, sie waren nur Zuschauer. Wie sehr hat Sie das enttäuscht?
Thomas Kessler: "In einem so besonderen Spiel nicht zu spielen, ist natürlich bitter. Natürlich habe ich mich darüber geärgert, ich bin schließlich Profi und will immer spielen."

KEEPERsport: "Konnten und können Sie die Entscheidung des Trainers nachvollziehen?"
Thomas Kessler: "Holger Stanislawski hat großes Herz bewiesen. Er hat mir das erklärt. "Bene" Pliquett ist seit Jahren bei St. Pauli, hat hier viel mitgemacht. Es war ein "Bonusspiel" für ihn, und er hat das sehr, sehr gut gemacht. Ich freue mich für ihn. Ich hätte mir beim 1. FC Köln einen Trainer gewünscht, der mich, der zehn Jahre im Verein ist, mal in einem Spiel gegen Mönchengladbach bringt."

KEEPERsport: "War Ihnen klar, dass es nur ein Wechsel für ein Spiel ist?"
Thomas Kessler: "Ja, das war mit dem Trainer so abgesprochen. Ich wusste, dass ich in Dortmund wieder spiele... "

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